Planung der Klausurvorbereitung

Am 1. März steht meine erste Psychologieklausur an. Viele Mythen ranken sich um dieses Ereignis- angeblich gibt es sogar Studenten, die diese Hürde bereits mit Erfolg gemeistert haben.  

 

Genau das will ich auch. 

 

Die Frage ist nur: Wie bereitet man sich richtig vor? Wie schafft man den nötigen Ausgleich? Wie bringt man es auf die Reihe, diesen Spannungszustand auf ein Maß zu reduzieren, mit dem ein erfülltes Alltagsleben auch mit Beruf und Familie auf Dauer möglich ist?

 

Lerntechniken gibt es wie Sand am Meer. Ich möchte in diesem Artikel vor allem auf das entsprechende Zeitmanagement eingehen.

1. Zielsetzung

Den ersten Punkt stellt für mich eine ganz klare Zielsetzung dar. Ziel ist immer 1,0. Utopisch, unrealistisch, „abgehoben“? Vielleicht. Für mich hat es sich jedenfalls bewährt, hohe Ziele zu stecken. Wie viele Personen kennt man, die sich dem Motto „Ich will das Beste- und geb‘ auch mein Bestes!“ an einer Klausur gescheitert sind? Eher wenige, oder? Erfahrungsgemäß fallen mehr Leute durch, die nach der Maxime „Bloß irgendwie durchkommen- 4,0 reicht!“ leben. Außerdem erreicht man relativ selten einen besseren Wert, als jenen, den man sich zu erreichen vornimmt. Angemerkt muss hier natürlich, dass die Ziele auch realistisch sein sollten. Als Erstversuch gehe ich immer vom Besten aus- wenn man allerdings genau weiß, dass die verfügbare Zeit seeehr rar ist oder man bereits Erfahrungswerte hat, dann sollte man im Rahmen der eigenen Möglichkeiten ein anspruchsvolles Ziel definieren. Dieses dann auch zu erreichen, spornt ungemein zu weiteren Höchstleistungen an!

 

Also: Hohe, aber realisitische Ziele setzen.

2. Lern- und Stundenplan

Nun, da wir wissen, was genau wir erreichen wollen, können wir auch eine genaue Zeitplanung vornehmen. Das Wissen wurde ja im Laufe des Semesters bereits kontinuierlich erarbeitet, somit handelt es sich jetzt nur noch um „Feintuning“ bzw. Festigung des Gelernten. Die benötigte Zeit für die zu lernenden Themen einzuschätzen sollte uns also relativ leicht fallen. Gegebenenfalls hilft natürlich auch die Abstimmung mit anderen Studierenden oder der Austausch mit erfahreneren, höheren Semestern ungemein. 

 

Bei der Erstellung des Lernplans (=Was lernen wir wann) gehen wir vom Zielzeitpunkt aus und arbeiten uns bis zum heutigen Tag vor. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass es weniger zu Engpässen kommt und wir unsere verfügbare Zeit realistischer einschätzen.

 

Den Lernplan für meine Klausur gibt’s hier zum Download. Ich habe die Planung recht knackig ausgeführt. Man sollte dabei bedenken, dass es sich um die Wiederholung bereits intensiv behandelter Inhalte handelt. Wer bisher weniger Zeit investieren konnte, sollte dies auf jeden Fall bei der Planerstellung berücksichtigen.

 

Um den erstellten Lernplan auch erfolgreich in den individuellen Tagesablauf zu integrieren, bietet sich die Erstellung eines persönlichen Stundenplans an. Diesen kennt vermutlich jeder aus der Schulzeit: Die tägliche Lernzeiten innerhalb einer Woche werden klar festgelegt, um so eine gewisse Regelmäßigkeit aufzubauen. Meiner Erfahrung nach fällt es so leichter, das Geplante tatsächlich umzusetzen- auch wenn ich gestehen muss, dass es, bedingt durch Beruf, Familie & Co. regelmäßig zu Planänderungen kommt. So ist nunmal das Leben- man lernt mit der Zeit, mit etwaigen Unabwägbarkeiten umzugehen.

Erkenntnis dieser Erfahrungen: Lern- und Stundenplan erstellen, bei der praktischen Handhabung aber flexibel bleiben.

3. Pausen, Ausgleich und Puffer einplanen

Jeder kennt das: Die Motivation mag noch so groß sein, nach einer bestimmten Zeit lässt sie dennoch nach. Ebenso wie die Konzentrationsfähigkeit- irgendwann mag einfach nichts mehr in den Kopf rein. Hier hilft nur eins: Pausen.

 

Ich persönlich bemühe mich, mindestens einen Tag in der Woche komplett freizuhalten- und zwar bereits im Lernplan. Dann geht’s raus in die Natur, zu Freunden oder einfach nichts tun und entspannen. Wirkt manchmal Wunder, vor allem kommt man manchmal zu Erkenntnissen, die man beim Lernen die ganze Zeit gesucht hat. „Bed, Bathroom, Bicycle“ wird wohl allen ein Begriff sein, mit denen ich an der Fernuni studieren darf- ich darf tatsächlich aus eigener Erfahrung berichten, dass die wichtigsten Ideen oft unter entspannten Umständen kommen. Auch wenn man Pausen in den Lernplan aufnimmt, so kann es doch auch zu ursprünglich nicht vorgesehenen Unterbrechungen im Lernvorhaben kommen- sei es durch spontane Ausflüge, Krankheit oder familiäre Verpflichtungen. Um hier gewappnet zu sein, empfiehlt sich die Einplanung von Puffern. Je nach Lebenssituation muss hier wohl jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Zeit hier eingeplant werden sollte- im Zweifelsfall besser zu viel, als zu wenig.

 

Pausen, Ausgleich und Puffer stellen somit wichtige Elemente unseres Lernplans dar, die unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden erhalten.

4. Klausur, Feiern und Erholen

Der Tag der Klausur. Nun dürfen wir die Früchte unserer Mühen ernten- und darauf sollten wir uns nach Möglichkeit „freuen“ :-)

 

Gerade in den Tagen danach ist erstmal Erholung angesagt- feiern, entspannen oder was auch immer einem Freude bereitet. In der Zeit, in der man auf die Ergebnisse wartet, kann man mal Auszeit nehmen von der Uni, das Semester Revue passieren lassen und in entspannter Manier Erkenntnisse für die Zukunft ziehen: Was haben wir gut gemacht? Wo können wir uns noch verbessern? Welche Änderungen ergeben sich für die Zukunft?

 

Diese Gedanken können ihren Platz finden, wichtig wäre aus meiner Sicht aber vor allem, mal „runterzukommen“ und sich zu besinnen- schließlich wollen wir so den Grundstein für ein auch in Zukunft angenehmes und erfolgreiches Studium legen.

Fazit

Nun ist es soweit. Die Ziele sind gesetzt, der Lernplan ist erstellt und auch für unser geistiges sowie körperliches Wohl ist durch ausreichend vorgesehene Pausen gesorgt.
Jetzt liegt es an uns, das Ganze auch durchzuziehen.

 

Wie wird’s dann wohl wirklich? Nun, wie oben bereits geschrieben, dies ist meine erste Uni-Klausur.
Ich fühle mich geistig fit, gut vorbereitet und freue mich bereits auf die Klausurvorbereitung und (ja, wirlkich!) auch auf die Klausur.

 

Bleibt wohl nur, allen, die diese Erfahrung mit mir teilen dürfen, eine möglichst entspannte Vorbereitung und viel Erfolg zu wünschen.

 

Bleibt dran am Ball- wir schaffen das!

 

Klaus

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