Neujahrsvorsätze 2016- "Im neuen Jahr wird alles anders"?

Wer kennt das? Weihnachten ist vorbei, Verwandtschaftsbesuche stehen an. Leckerbissen bei jeder Gelegenheit- bis man selbst diese nicht mehr sehen kann. Dann stehen Silvester und Neujahr vor der Tür- Grund genug, neue Vorsätze zu fassen. Die Enge des (eigentlich noch recht neuen) Gürtels bestärkt dieses Gefühl. Doch bis es soweit ist, wird erstmal nochmals kräftig zugelangt. „Im neuen Jahr wird alles anders!“, ist das Motto jener Tage.

Jetzt mal ehrlich: Wer kann von sich behaupten, die noblen Neujahrsvorsätze jemals vollständig in die Tat umgesetzt zu haben? Wie schaffen wir es, in unseren Vorhaben im neuen Jahr 2016 erfolgreicher zu sein? 

Nun, es lässt sich immer wieder beobachten, dass es schlichtweg sehr viele gute Vorsätze sind, die man sich vornimmt- ich kann in diesem Fall auch aus eigener Erfahrung sprechen. Nach den Weihnachtsfeiertagen erstmal strenge Diät, Alkohol wird nun ohnehin zum Tabu und im übrigen natürlich: Sport, Sport, Sport- der Sommer steht ja fast schon vor der Tür. Urlaub- ach ja, für den werden wir heuer natürlich auch gaaaanz diszipliniert sparen… Zudem noch ordentliche Bemühungen im Beruf, um wieder viel zu erreichen und endlich eine bessere Position zu erlangen. Gleichzeitig sollen auch natürlich viele alte Kontakte wieder mehr gepflegt werden, die man bereits viel zu lange vernachlässigt hat, und, und, und…

So ehrenwert diese Vorsätze auch sind: Wäre es manchmal nicht sinnvoller, mit weniger Vorsätzen mehr zu erreichen? 

Um diese Vorsätze für 2016 sinnvoll formulieren zu können, möchte ich für mich erstmal meine Erfahrungen und Erlebnisse aus 2015 Revue passieren lassen. Ich denke dabei sowohl an die schönen Zeiten, die ich erleben durfte, als auch an die einschneidenden Ereignisse, die mich ereilten. So vieles lief besser, als je erträumt, und dann kam doch alles ganz anders, als je geplant. Aber so ist nunmal das Leben. Für mich war klar, dass ich „Erfolgscoaching HK“ weiter ausbauen und meine ersten Mitarbeiter einstellen wollte. Dann kam der Tod meines Opas- für mich die absolut schlimmste Erfahrung in meinem bisherigen Leben. Mein Opa war für mich mehr, als nur eine Bezugsperson- er war immer für mich da und es war etwas ganz besonderes, so einen Großvater zu haben. Ich bin dafür so unendlich dankbar- Danke, Opa!

Auch wenn es schmerzt, und hier bin ich mir sicher, wächst man durch solche Erfahrungen. Ich beschloss, nicht nur kurz- und mittelfristig zu denken, sondern mir auch langfristig Träume und Erfolgsaussichten offen zu halten. So stellt der anschließende Beginn meines Psychologiestudiums sicherlich einen Meilenstein in meinem Leben dar, auch wenn hieraus eine ursprünglich nicht geplante Pause für „Erfolgscoaching HK“ resultiert. Aus jetziger Sicht die absolut richtige Entscheidung- das Studium ist eine interessante Herausforderung und ich erkenne bereits jetzt viele Möglichkeiten, die Inhalte später beruflich umzusetzen. Hier freue ich mich ehrlich gesagt besonders auf die Inhalte der Arbeits- und Organisationspsychologie, die ich auch mit bisherigen persönlichen Erfahrungen verknüpfen kann. Praktische Berufserfahrung vor dem Hintergrund umfangreichen theoretischen Wissens- für mich ein absoluter Motivationsfaktor für Studium und Arbeitsleben. Hier möchte ich auch die Gelegenheit nützen und einigen Kollegen meine Wertschätzung zukommen lassen! Es ist eine Freude, immer wieder neue Aspekte des Arbeitslebens kennenzulernen und sich auch hier weiterzuentwickeln. 

Ich finde es auch wichtig, sich immer wieder vor Augen zu halten, was man bereits alles besitzt- viel zu häufig merkt man nur das, was einem noch fehlt. Ich bin dankbar für meine wundervolle Freundin Melanie und unsere liebevolle Familie. Melanie und ich leben in einer gemeinsamen Wohnung, haben beide einen tollen Job und sind obendrein noch gesund- was will man eigentlich mehr?

Es heißt immer, Weihnachten sei die Zeit der Besinnung. Um ehrlich zu sein, sind es für mich viel eher die darauf folgenden Tage, wo man Zeit hat, zur Ruhe zu kommen. Und wenn man jetzt philosophisch wird und daran denkt, dass man zu der privilegierten Minderheit der Menschen gehört, die täglich Zugang zu fließendem Wasser, warmen Essen und auch ein Dach über dem Kopf haben, so bekomme zumindest ich das Bedürfnis, dies der Welt auch in irgendeiner Form zurückzugeben. Was mich zum nächsten Punkt führt, zu den tatsächlichen Zielen für’s neue Jahr. 

Ich denke, um gesetzte Ziele sicher zu erreichen, sollten sich diese in einem überschaubaren Rahmen befinden. Ich habe für mich eine Mindmap mit meinen langfristigen Lebenszielen entworfen, was ich im Artikel „Lebensplanung & Zielemanagement“ bereits etwas näher dargelegt habe. Diese Ziele überarbeite ich nun und leite konkrete Tätigkeiten für 2016 ab, und zwar schriftlich. Das ganze unterschreibe ich auch- mag altmodisch sein, aber es funktioniert für mich ganz gut so.

Was die Umsetzung neuer Gewohnheiten betrifft, so halte ich es für angebracht, deren Anzahl auf ein Minimum zu reduzieren- und dies dann durchzuziehen. Jetzt ein kleines Gedankenexperiment: Wenn man vor 10 Jahren begonnen hätte, jedes Jahr nur 1-2 Gewohnheiten umzusetzen und dies dafür dauerhaft- wo wäre man dann heute? Und: wenn wir heute mit 1-2 neuen Gewohnheiten starten und dann jedes Jahr so fortfahren- wo sind wir dann in 10 Jahren? Man sieht, worauf ich hinauswill.

Wir haben das Potenzial, beinahe alles nach unserem Willen zu formen- wenn wir nur Geduld haben.

In diesem Sinne wählen wir jetzt 1-2 konkrete, von Realismus geprägte Ziele aus, notieren diese auf ein Blatt Papier und unterschreiben für deren Erreichung. Sobald sich das schöne Jahr 2016 dann dem Ende zuneigt, können wir wieder ein Resümee ziehen, uns über die erreichten Ziele freuen- und dann gleich die neuen Ziele für 2017 in Angriff nehmen, um unserem Lebenstraum jährlich ein Stück näher zu kommen.

Ich wünsche allen hier alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2016- 

Gesundheit, Lebensglück und das Erreichen der eigenen Ziele!

Rutscht’s gut rüber!

 

Klaus

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